Laktoseintoleranz

Laktose-Intoleranz

Wie merken Sie,  dass Sie Laktose nicht vertragen?

Typische Beschwerden sind:

Blähungen,  Bauchgeräusche, Durchfall, Völlegefühl, Übelkeit, Verstopfung, Bauchkrämpfe, Schmerzen im Unterbauch, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpfungszustände, unreine Haut, innere Unruhe, depressive Verstimmungen, usw.

Und wie können Sie feststellen, ob Sie eine Laktose-Intoleranz haben?

Die »klassische Methode« ist ein H2-Atemtest beim Arzt. Hier müssen Sie aufgelöste Laktose trinken und in regelmäßigen Zeitabständen wird das Gas H² in der ausgeatmeten Luft bestimmt.

Sie können auch erstmal  14 Tage auf alle Produkte verzichten, die Milchzucker enthalten. Wenn die Beschwerden deutlich besser werden oder verschwinden, dann ist anzunehmen, dass die Beschwerden von der Laktose kommen.

Warum vertragen Sie keine Laktose?

Eine Laktose-Intoleranz wird auch Milchzucker-Unverträglichkeit genannt. Bei einer Laktose-Intoleranz fehlt dem Körper das Enzym Laktase oder es ist zu wenig vorhanden. Die Laktase ist notwendig, um das Kohlenhydrat Milchzucker in Glucose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker) aufzuspalten.
Wenn Sie nicht genügend Laktase-Enzyme haben, dann verbleibt ein Teil des Milchzuckers im Darm und wird durch die Darmbakterien verstoffwechselt.
Es kommt zu einer Gärung, bei der Kohlendioxid, Wasserstoff (H2) und freie Fettsäuren entstehen, die dann zu Beschwerden führen.
Die Toleranzgrenze, also wie viel Laktose vertragen wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und auch von der Tagesform abhängig. Das Gute daran ist, Sie müssen nicht alle Milchprodukte weglassen, sondern herausfinden, welche gut vertragen werden und wie viel davon.

Wo steckt Laktose drin ?

Als Geschmacksverstärker in Lebensmitteln

• als Volumenfüller in Lebensmitteln
• als Bindemittel und Trägerstoff in Gewürzen
• in Medikamenten
• in Tütensuppen und -soßen
• in Fertiggerichten
• in Backwaren
• in Wurstwaren
• in Süßigkeiten
• in lose abgegebener Ware beim Bäcker und Metzger
• in Wurstwaren
• in Süßigkeiten
• in lose abgegebener Ware beim Bäcker und

Achten Sie  auch auf der Zutatenliste auf Molkepulver, Trockenmilchpulver und Magermilchpulver, diese sind unverträglich!
Immer genau lesen, was in der Zutatenliste auf der Verpackung steht. Beim Bäcker oder Metzger können Sie nachfragen, welche Zutaten verwendet wurden.

Gibt es Alternativen zu laktosehaltigen Produkten?

Natürlich können auch laktosefreie bzw. laktosearme Milchprodukte verwenden. Wichtig ist, immer zu lesen, was auf der Verpackung steht.
Als laktosefreie Lebensmittel und damit als gut verträglich gelten Produkte, die weniger als 0,1 g Laktose pro 100 g Nahrungsmittel enthalten. Meist ist die Angabe auf der Verpackung nicht aufgeschlüsselt, bei Käse verbirgt sie sich oft als Kohlenhydratangabe.
Wenn also eine Käse 0,1 g Kohlenhydrate hat, ist dieser laktosefrei. Manche Menschen vertragen auch Lebensmittel mit bis zu 1 g pro 100 g, das kommt auf die Stärke der Laktose-Intoleranz an.

Für unterwegs kann es helfen, ein Laktase-Enzym dabei zuhaben. Dies gibt es als Pulver, Kapseln oder Tabletten und kann kurz vor der Mahlzeit eingenommen werden. Damit werden laktosehaltige Lebensmittel verträglicher.
Die Einnahme von Laktase sollte jedoch die Ausnahme darstellen und ersetzt keine laktosearme Ernährung.

Das sollte verträglich sein!

Immer eigene Verträglichkeit prüfen!
Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

  • Reismilch, Kokosmilch,
  • Hirsedrink, Mandeldrink
  • Haferdrink, Dinkeldrink (nicht bei Gluten-Intoleranz)
  • Sojaprodukte (nicht bei Histamin-Intoleranz)
  • Käse aus Schafs- und Ziegenmilch sollten Sie in kleinen Mengen austesten, wird aber oftmals gut vertragen.
  • Fisch und Fleisch
  • Gemüse und Obst
  • Honig und Marmelade
  • Nudeln und Reis
  • Nüsse
  • Butterschmalz und Fette
  • (Zutatenliste beachten! In Margarine ist oft ein Milcherzeugnis.)
  • Hartkäse (lange gereifte Sorten wie
  • Parmesan, Emmentaler, Gouda, etc.)
  • Eier

Anmerkung: 

Sollten trotz dem Verzicht auf Laktose bzw. dem Einsatz von laktosefreien Produkten weiterhin Beschwerden auftreten, macht es Sinn bei einem Allergologen eine Milcheiweißunverträglichkeit ausschließen zu lassen. Sollten Sie auch hier nicht weiter kommen, kann es hilfreich sein, mit dem Thema Histaminintoleranz zu befassen. Milcheiweiß ist ein Histaminliberator und kann für eine Histaminausschüttung im System sorgen und so zu Beschwerden führen auch wenn keine Laktoseintoleranz / Milcheiweißallergie vorliegt.

Diese Information hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Haben Sie entsprechende Beschwerden, suchen Sie  einen Arzt auf!

Weitere Informationen zu diesem Thema findest du unter:

NMI-Portal
Laktobase
Forum:Libase
Ernährungstherpie bei Laktoseintoleranz

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